Das Da-Sein des Menschen

Politisch-philologische Betrachtung zum Thema Daseinsvorsorge

Die Frage, „Wo“ das „Da“ des menschlichen Da-Seins sich befindet, beantwortet sich leicht: Auf der Erde.

Natürlicherweise schwimmt der Mensch nicht im Wasser und fliegt nicht in der Luft, sondern er bzw. sie steht, sitzt, liegt, bewegt sich auf der Erde, auf dem Boden und in der Wohnung.

Ohne ein „Da“ gibt es kein „Dasein“ des Menschen. Der Mensch ist nicht vorstellbar, ohne einen Ort der Existenz.

Insofern ist die Boden- und Wohnungspolitik die elementarste Form der Daseinsvorsorge und die vornehmste Aufgabe der Organisation des Gemeinwesens.

Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass dieses „Da“, also der Ort der Existenz, keineswegs mehr für alle Menschen ein natürliches Recht ist. Sehen wir uns die in Flüchtlingscamps zusammengepferchten Menschen an, betrachten wir die Landvertriebenen, die Großinvestoren und industrieller Landwirtschaft weichen müssen und in den Vorhöfen der großen Städte um wenige Quadratmeter kleine Bretterbuden kämpfen müssen. Genau genommen haben diese Menschen schon keinen Ort mehr für ihr Dasein. Wann wird nicht nur ihr Da-sein, sondern auch ihre Existenz in Frage gestellt?

Bereits heute werden viele Menschen als “Überflüssige” empfunden, bald sind sie nur noch “Lästige”, die keinen Platz mehr auf dieser Erde beanspruchen dürfen.