Lügenbasis: Großprojekte und Kriege haben etwas gemeinsam…

Bei Kriegen und Großprojekten geht es um viel Geld – Geld für diejenigen, die bereits viel besitzen, die übrige Bevölkerung zahlt dafür und leidet darunter und lehnt sie daher mehrheitlich ab. Diese Vorhaben basieren deshalb fast immer auf Lügen, denn nur dadurch sind sie in der Öffentlichkeit durchsetzbar.

Hierzu zwei lesenswerte Quellen (Jürgen Todenhöfer und Ida Schillen)

www.NachDenkSeiten.de - die kritische Website Jürgen Todenhöfer: Der nächste Lügenkrieg?  –  http://www.nachdenkseiten.de/?p=18568

Ausschnitt: Fast alle US-Kriege der letzten Jahrzehnte begannen mit Lügen. Der Vietnam-Krieg mit der Lüge, in der Tomkin-Bucht sei ein US-Kriegsschiff angegriffen worden. Daraufhin ließ Präsident Lyndon B. Johnson Nordvietnam großflächig bombardieren. Der Golfkrieg zur Befreiung Kuwaits wurde unter anderem mit der Lüge begründet, irakische Soldaten hätten in Kuwait lebensunfähige Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen. Den nächsten Krieg gegen Saddam Hussein begründeten Bush und Powell mit angeblich unwiderlegbaren Satelliten-Beweisen über die Massenvernichtungswaffen des Irak. Auch diese Beweise waren erlogen. …

button Ida Schillen Finanzarchitektur   –  http://www.idaschillen.de/?p=2335

Ausschnitt: Bewußt getäuscht

»Die Oper in Sydney wäre nie genehmigt geworden, wenn man von Anbeginn an gewußt hätte, was sie kosten würde. Das geht nur mit falschen Unterlagen.« Dieses Zitat stammt von Meinhard von Gerkan, dem Architekten des BER-Flughafens aus einem Gespräch, das der Spiegel Mitte Juni 2013 mit den drei Architekten der Großprojekte »S21«, Elbphilharmonie und BER führte. »Mit einer Lüge am Anfang?« fragt das Wochenmagazin nach, und Gerkan antwortet: »Ja. Nur mit einer Lüge.«8 Mit bemerkenswerter Offenheit wird hier angesprochen, daß Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit belogen werden. Die Projekte werden schöngerechnet, um sie durchzusetzen.

Die Kosten für »S21« lagen 1995 bei 2,46 Milliarden Euro, die aktuelle Schätzung beträgt 6,526 Milliarden. Für den BER Flughafen waren die Ausgaben zuerst mit 1,7 Milliarden Euro angegeben worden, bis Ende 2014 sollen es 5,1 Milliarden sein. Die Elbphilharmonie sollte ursprünglich voll über Spenden finanziert werden und nur das Grundstück aus öffentlichen Mitteln. Ein ganz großer Bluff! 2005 räumte der CDU-Bürgermeister ein, daß der Senat sich mit 77 Millionen Euro beteilige. Danach stieg der öffentliche Anteil rasant. Im Juni 2013 verkündete der jetzige SPD-Bürgermeister Olaf Scholz nach anderthalbjährigem Baustopp das Verhandlungsergebnis mit dem beauftragten Konzern Hochtief. Demnach sollen nun alles in allem 789 Millionen Euro aus der öffentlichen Kasse gezahlt werden. Zuvor hatte Scholz dem Konzern noch einen ordentlichen Zuschlag von 195 Millionen draufgelegt. Zuzüglich der Spenden belaufen sich die Gesamtkosten auf 866 Millionen Euro. Es sind schier unglaubliche Kostensteigerungen. …