Richtigstellung 2 Maria Callas

2 Maria Callas

Im Internet finden Sie u.a. folgenden Artikel zu der “Maria Callas Episode”:

30. September 1999

Polizeisturm auf Abgeordnetenwohnung

Heute morgen gegen 9.30 Uhr stürmte die Polizei die Wohnung der Abgeordneten Ida Schillen und der Jugendstadträtin Elisa Rodé. Zwei Beamte stiegen von außen durch die Fenster im ersten Stock ein. Gleichzeitig stürmten ca. 12 Polizisten durch die Wohnungstür. Die Wohnungsinhaberinnen wurden im brutalen Polizeiwürgegriff festgenommen und gewaltsam aus der Wohnung abgeführt, und mehr als ein halbe Stunde in der Polizeiwanne festgehalten. Ida Schillen und Elisa Rodé erstatten Strafanzeige gegen die beteiligten Beamten wegen: Hausfriedensbruch, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Diebstahl und Beleidigung.

Als Grund für den polizeilichen Überfall wurde später Lärmbelästigung genannt. In der Wohnung, die sich gegenüber der Vatikanbaustelle befindet, wurde bei geöffnetem Fenster in erhöhter Lautstärke Musik von Maria Callas gespielt. Hierzu wurde eine herkömmliche Stereonanlage benutzt. Die Lautstärke war bei weitem geringer als die mit riesigen Verstärkern nach außen übertragene Kirchenmusik im Vorfeld der Grundsteinlegung für die Nuntiatur. Die Wohnungsinhaberinnen wie auch andere Nachbarn haben mit ihrer eigenen Musik gegen die Lärmbelästigung durch die Kirche und die Naturzerstörung durch den Bau der Nuntiatur protestiert.

“Der Überfall auf die Wohnung ist polizeilicher Vandalismus und entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Das ist das Ende des Rechtsstaats, wenn die Polizei Wohnungen stürmt, in denen zur normalen Tageszeit Maria Callas gespielt wird, durch die sich keine AnwohnerInnen gestört fühlten,” erklärte Ida Schillen.

(Bildquelle: By PIWImedia, Michael Hammers Studios (PIWImedia) [Public domain], via Wikimedia Commons)

Hintergrund:

Anfang Oktober, also wenige Tage nach diesem Überfall, waren Wahlen in Berlin, zu der ich als Spitzenkandidatin der Tiergartener Grünen antrat und Ida Schillen für das Abgeordnetenhaus kandidierte..

Tatsache:

Nach diesem Vorfall ist der Polizeipräsident von Berlin gerichtlich gegen Ida Schillen und mich vorgegangen, “wir hätten Polizeibeamte durch Tätlichkeiten bei diesem Einsatz schwer verletzt”. Dies war eine reine Schutzbehauptung – (wir waren 2 unbewaffnete Frauen gegen mindestens 12 Polizisten in Kampfanzügen), um von dem Einbruch in unsere Wohnung und unsere willkürliche Festnahme abzulenken.

Es dauerte 5 Jahre, bis sowohl Ida Schillen als auch ich in erster Instanz gegen diese Vorwürfe freigesprochen wurden. Gegen diesen Freispruch des Amtsgerichts legte das Land Berlin mit neuen Anwälten Berufung ein. Erst am 18. 7. 2006 ! hat das Landgericht endgültig geklärt, dass diese Vorwürfe null und nichtig waren.

 

 

 

So hat das Land Berlin viel Geld verschwendet und meine Zeit gestohlen.